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Wenn das Feuerpferd unter der Haut brennt — Die Energie, die uns gerade bewegt

  • Autorenbild: Sarah Kuchler
    Sarah Kuchler
  • vor 23 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit


Manchmal ist es, als würde sich etwas in uns selbst bemerkbar machen, bevor wir es überhaupt benennen können. Ich merke es an meinem Atem, an der Art, wie ich morgens aufwache, wie meine Gedanken nicht stillhalten wollen und wie mein Körper zugleich nach Ruhe verlangt. Als wäre da etwas, das gleichzeitig vorwärts drängt und uns auffordert, endlich anzukommen — bei uns selbst.


Viele sprechen gerade vom Jahr des Feuerpferdes und den Energien, die es mit sich bringt. Es ist eine Zeit, in der wir spüren, was wahr ist und was nur Gewohnheit war. Es ist keine subtile Energie — sie ist spürbar, lebendig, direkt. Und sie wirkt zuerst in unserem Inneren: im Fühlen, im Spüren, im Erkennen. Nicht im Denken. Genau da, wo Worte manchmal schweigen und unser Körper spricht.

In dieser Zeit wird uns nichts erspart, aber uns wird auch nichts aufgezwungen. Es fühlt sich an, als würde eine Klarheit durchs Leben strömen, die uns nicht fragt, ob wir bereit sind — sondern uns ganz sanft und doch bestimmt daran erinnert, wer wir wirklich sind.

Es ist, als würden wir plötzlich Unterschiede wahrnehmen, die wir zuvor gar nicht sehen konnten — in uns, in unseren Beziehungen, in dem, was uns Kraft gibt und dem, was uns Energie raubt.


Ich stelle mir das Feuer nicht als wildes, zerstörerisches Brennen vor, sondern als ein inneres Licht, das lange gedimmt war und jetzt heller wird. Plötzlich fallen Masken, nicht weil jemand sie gewaltsam abreißt, sondern weil sie von selbst zu schwer geworden sind. Und dort, wo sie fallen, kommt etwas zustande, das schon längst wachsen wollte. Etwas Echtes.

Vielleicht hast du diesen Moment auch schon erlebt: Eine alte Gewohnheit fühlt sich plötzlich nicht mehr stimmig an. Ein „Nein“ kommt leichter aus deinem Mund, obwohl du gar nicht geplant hattest, es zu sagen. Oder du merkst, dass ein Thema, vor dem du dich jahrelang gedrückt hast, sich nicht mehr wegschieben lässt. Diese Energie will, dass wir wahrhaftig sind — gegenüber uns selbst, unseren Gefühlen und unserer Intuition.


Wenn ich darüber nachdenke, wie sehr sich dieser Prozess anfühlt, erinnert es mich an die Wege, auf denen wir uns selbst wieder begegnen — nicht als Idee, nicht als Konzept, sondern körperlich, echt und fühlbar. Diese Zeit fordert uns nicht heraus, sie fordert uns zum Sein auf. Und das ist etwas anderes als Tun. Das ist eine Einladung, in Resonanz mit uns selbst zu kommen.

Denn das Feuerpferd will keine flüchtige Veränderung. Es will, dass wir stillstehen und hören, was unser Nervensystem schon längst weiß: Dass wir nicht länger warten müssen, bis etwas „perfekt“ ist, um zu leben, zu lieben, zu fühlen, zu handeln. Es ist, als würde eine innere Stimme sagen: Du bist genug. Schon jetzt. Genau so.

Und so spüre ich diese Energie nicht als Druck, sondern als Leichtigkeit, weil sie uns nicht antreibt, sondern uns erinnert. Als wäre da ein Puls, der sagt: „Jetzt darfst du dich zeigen, so wie du bist. Jetzt darf deine Wahrheit sich zeigen.“ Nicht laut, nicht dramatisch — sondern klar und spürbar.

Vielleicht bist du gerade an einem Punkt, an dem du etwas Loslassen darfst, das schon lange überholt ist. Vielleicht wirst du an eine Entscheidung erinnert, die du schon längst getroffen hast, aber nicht ausgesprochen. Vielleicht spürst du einen Wunsch, der größer ist als deine Zweifel.

Was gerade wirkt, ist kein Zufall. Es ist eine Einladung — eine Einladung, in deinem eigenen Licht zu stehen und dich nicht länger im Schatten deiner Erwartungen zu verstecken. Das Feuerpferd zeigt uns, dass echte Veränderung nicht im Außen beginnt, sondern dort, wo wir uns selbst begegnen: im Atem, im Körper, im Herzschlag.

Und so höre ich in diesen Tagen mehr auf mein Inneres als auf das laute Außen. Und irgendwie fühlt sich das richtig an — als würde ich mich selbst wiederfinden, bevor ich mich verliere.

In diesem Raum der Wahrhaftigkeit darfst auch du kommen.

Nicht perfekt.

Nicht bereit.

Sondern echt.


Love, Sally


 
 
 

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